Verrat an Vernunft und Ortsbild

Faktenfreie Beschlussfassung der Skandal Flächenwidmung für Schule und Wohnbau im Gemeinderat

Derzeitiger Sportplatz und Grünareal. Laut neuer Flächenwidmung mit einem großem, dreistöckigem Gebäude verbaubar. Das ist die Klimaschutz- und Grünpolitik der Stadtregierung aus Sozialdemokraten und Neos und der eilfertigen Grünen im Gemeinderat, die mit wirklichem Grün nichts am Hut haben.

Eine inkompetente Raumplanung ohne Volksschule im Stadterweiterungsgebiet Muthgasse entlang des Donaukanals und eine Gefälligkeitswidmung für einen Bauwerber zerstören das Ambiente in der Grinzinger Straße, nahe dem Heiligenstädter Pfarrplatz und dem ehemaligen Rothschildpark der heute seinen Namen nicht mehr trägt.

Fünftausend neue Einwohner werden im neu zu errichtenden „Quartier Muthgasse“ erwartet, aber keine Volksschule eingeplant. Die Kleinen sollen zwei Kilometer zu Fuß, drei Hauptverkehrsadern überqueren oder in einem jetzt bereits überfüllten Autobus 38A zu ihrer Schule in der Grinzingerstraße kommen. Wird nicht so sein. Zweihundert Eltern werden sie per Kfz zur Schule bringen. Nennt sich ökologische Stadtplanung.

Die Fassade gegenüber, Grinzingerstraße 108 wird das gesamte Ortsbild samt extra dafür aufgelassener Schutzzone zerstören. Die Verdopplung der Kubatur im Bebauungsplan für ein neues Luxuswohngebäude grenzt stark an Gefälligkeitswidmung. Cui bono?

Die ebenfalls massiv um die mehr als doppelte Kubatur aufgezonte Volksschule verliert große Grünflächen und ihren Charakter als Bilinguale Volksschule, eine der wenigen in Wien.

Die erbarmungswürdigen und weitgehend faktenfreien Wortmeldungen der Regierungsfraktion zu diesem unglaublichen Widmungsvorgehen gingen auf keine der Punkte in der einstimmigen Stellungnahme der Bezirksvertretung ein.

Gerhard Pfeiffer, Exgemeinderat und Begründer der Bürgerinitiative “Rettet Heiligenstadt”: “Eintausend Unterschriften der Verbauungsgegner und ein ebenfalls einstimmig im Petitionsausschuss des Gemeinderats zum Überdenken des Flächenwidmungsplanes beschlossenes Moratorium vor der Wahl 2020 wurde gleich nach der Wahl nicht weiter berücksichtigt und nunmehr ins Gegenteil verkehrt. Ein beschämendes Schauspiel von SPÖ und NEOS. Solche Volksvertreter hat sich unsere Stadt nicht verdient”.

UMFALLEN GENÜGT NICHT

NEOS RECHTFERTIGUNG WIRD SELBSTFALLER

So geschehen in der Presseaussendung der NEOS am 24.9. im APA OTS Service, zu ihrem Verrat an den Döblinger Bürgern, denen sie ihre Unterstützung gegen die überbordende Verbauung des Heiligenstädter Ortskernes noch vor der Wahl und vor ihrer Regierungsbeteiligung gegeben haben.

Deren Klubobfrau, Nandita Reisinger-Chowdhury, lässt da etwa schreiben:

„Unsere Aufgabe als Politiker_innen ist es, die beste Lösung für alle Beteiligten zu suchen und nicht Einzelinteressen zu folgen“. MEHR als 1.000 Unterschriften für eine offizielle Petition an den Gemeinderat gegen den Flächenwidmungsplan sind also für diese Dame „Einzelinteressen“? Will sie uns verhöhnen?

Grünflächen weggeplant

„Wir NEOS stehen, sowohl im Bezirk – als auch auf Gemeindeebene, für einen Erhalt der Grünflächen am Schulstandort in der Grinzinger Straße 88″. Wo soll das geschehen? Der riesige rote Fleck des Schulzubaus im Plan kann zukünftig in der Natur komplett auf bisherigem „G“ wie „grün zu gestalten“ gebaut werden. Da ist kein Platz mehr für Grün.

Wohnbau massiv größer

„Auch die Bebauung auf dem Gelände des alten Telegrafenamts halten wir für sinnvoll, da das Areal bereits versiegelt und gut an die Infrastruktur angebunden ist.“. Ist es die 60% Erhöhung der Kubatur, oder fast 40% Vergrößerung der Fassadenfläche in der Grinzingerstraße, und die Aufhebung eines Teils der Schutzzone des alten Heiligenstädter Ortskerns, die mit der „Versiegelung“ durch das bestehende Gebäude verniedlicht werden soll?

Sachliche Diskussion?

„Wir finden es schade, dass es in der Bezirksvertretungssitzung nicht möglich war, sich mit dem Thema sachlich auseinanderzusetzen. Manche Fraktionen haben leider Stimmungsmache und Einzelinteressen der sachlichen Diskussion vorgezogen“. Besser als mit einer Beamer Präsentation konnte dort die Ungeheuerlichkeit der geplanten Ortsverschandelung gar nicht gezeigt werden. Warum haben denn die NEOS dort nicht die Chance ergriffen, ihre hehren Vorstellungen „sachlich“ vorzubringen? Niemand konnte sie daran hindern. Weil sie, wenn sie sie je hatten, zugunsten ihrer neuen Pfründen für ein paar wenige ihrer Neopolitiker über Bord geworfen haben.

Ambiente wird zerstört

Unser liebenswerter Ortsteil Heiligenstadt, mit seinem wunderbarem Ambiente, genau zwischen den herrlichen Parkanlagen Rothschilds und dem historischen Ortskern, wird mit wuchtigen Baukomplexen zerstört.Daran ändert auch eine beschämende Presseaussendung nichts. Die SPÖ und ihre Vertreter halten sich gleich ganz versteckt, obwohl sie natürlich die Hauptverantwortung für das alles tragen. Aber die verstehen mehr von Machtpolitik und wann man untertauchen muss. Gut und anständig ist es trotzdem nicht, vor der Wahl alles einstimmig abzulehnen und nun noch mehr Verbauung zugunsten Immobilienentwickler durchzuboxen. Cui bono?

Das Verhalten von Rot/Pink in dieser Angelegenheit wird den Döblingerinnen und Döblingern in Erinnerung bleiben. Dafür werden wir Sorge tragen. https://hlstadt.wordpress.com

Diese Baublöcke den das Ortsbild Heilgenstadts zerstören
Der rote Planausschnitt war Grün zu gestalten. Nun soll
eine Betonburg entstehen.

Umgefallen

auch in der Bezirksvertretung

Die Bezirksvertretung Döbling lehnte mit Stimmen der VP, GA und FP soeben den zweiten Entwurf der MA21 zur Flächenwidmung in Heiligenstadt ab.

Zweimal umgefallen sind aber die NEOS, die gemeinsam mit den Sozialdemokraten der Schulbauerweiterung und einer sogar noch saftigen Vergrößerung des Wohnbaues an Stelle des Fernsprechamtes und Aufhebung der Schutzzone zugestimmt haben. Die Widmung für den neuen, dort nicht erforderlichen, überbordenden Schulzubau bleibt in vollem Umfang aufrecht.

SP und NEOS sind damit nicht nur die Wasserträger für Immobilienentwickler sondern auch die Vertuscher der Planungsfehler der Stadtverwaltung beim neuen „Quartier Muthgasse“. Eine politische Bankrotterklärung für die Erhaltung des Ortsbildes und Grüns in Heiligenstadt, sowie der Auftakt zu neuen Verkehrsbelastungen in der Grinzingerstraße und ihrem Umfeld.

Der Beschluss der Bezirksvertretung bleibt ohne Wirkung. Der nunmehrige Entwurf, der in dieser Form jetzt direkt dem Stadtsenat zu und dann weiter in den Gemeinderat geht, wo diese Verschandelung eines historischen, und seit Beethoven Ortsbild prägenden, Gebietes beschlossen und sodann verbaut, verbetoniert und vernichtet wird. Eine Schande für alle, die dies betreiben. Und die Frage „cui bono“ wird immer drängender.

Petition abgeschmettert

Wortbruch nach der Wahl – eine Frage politischer Glaubwürdigkeit und des Charakters

Die Petition „Rettet Heiligenstadt“ gegen Verbauung und für den Schutz bestehenden Grünraums, sowie zur Erhaltung der Bilingualen Volksschule Grinzingerstraße, wurde in der Ausschusssitzung am 2.Juli 2021 mit einem Antrag der SPÖ, dem alle anderen Fraktionen mit Ausnahme der ÖVP zustimmten, abgeschlossen.

Das Ergebnis ist ein Schlag ins Gesicht all jener Menschen, die sich mit ihrem Einsatz bemühten, die vom Magistrat vorgeschlagene, überbordende Verbauung im Herzen Heiligenstadts zu verhindern: Die Eltern der Schulkinder, die Kleingärtner, die Sportler des NAC, die Anrainer und Lokalbesitzer.

Die Einstimmigkeit, mit der in der Bezirksvertretung und im Petitionsausschuss, vor der Wahl im vorigen Oktober, das Plandokument abgelehnt wurde, ist jetzt ins Gegenteil verkehrt. Knapp 1.000 Unterschriften wurden in den ersten beiden Monaten des Lockdowns im Vorjahr, zusammengetragen. Für SPÖ, GRÜNE, NEOS und FPO jetzt nach der Wahl egal.

Es sind keine neuen Aspekte in diesem Zeitraum aufgetreten. Die Fraktionen in der Bezirksvertretung wurden vom gemeinderätlichen Petitionsausschuss ignoriert und brüskiert. Mit einer Vorgangsweise, die man durchaus als Wählerbetrug sehen kann.

Sowohl der einstimmige Beschluss in der Bezirksvertretung gegen den Flächenwidmungsplan, als auch der Beschluss des Petitonsausschusses im September des Vorjahres, den Plan bis zu einer Klärung der endgültigen Gestaltung des neuen „Quartier Muthgasse“ ruhen zu lassen, wurde jetzt ins Gegenteil verkehrt.

Die Stellungnahme der neuen Stadträtin für Stadtplanung, Ulli Sima, strotzt von falschen Behauptungen und einer Präpotenz gegenüber der Ablehnung durch Bürger und Bezirk. Ja es wird kaum auf die sachlich und fachlich untermauerten Argumente eingegangen, oder keck mit falschen Behauptungen erwidert (s.Links unten)

Das ist nicht akzeptabel.

Wir Döblinger Bürger und Bürgerinnen, die ein Recht auf Mitsprache für ihren Lebensraum haben, werden nicht ruhig zusehen, wie eine außer Rand und Band geratene Bürokratie und wortbrüchige Parteien unsere Umwelt mit überbordenden Betonklötzen verbauen, Grün vernichten und vermehrten Verkehr durch gewachsenes Ortsgebiet leiten.

Die Ziele bleiben: Das bestehende Grün im gesamten Ausmaß muss erhalten bleiben, die Verbauung im bestehenden Umfang nicht erweitert werden und der Charakter der Bilingualen Volksschule gewahrt bleiben.

Dafür werden wir im Rahmen aller gesetzlichen Möglichkeiten kämpfen.

Wenn ihr mehr erfahren wollt oder uns unterstützen wollt dann bitte meldet Euch für den Newsletter an !

Link zur Petitionsplattform und allen Dokumenten

Protokoll

der Sitzung des Petitionsausschusses der Gemeinde Wien, vom 10.September 2020

Anmerkung: Die Sitzungen des Petitionsausschusses verlaufen so, dass jeweils ein Berichterstatter oder Berichterstatterin zum Vorbringen des Petitenten, zumeist nach dessen Anhörung, einen Antrag dazu einbringt, der vom Ausschuss diskutiert, und zumeist auch mit Zusatzanträgen anderer Teilnehmer versehen wird. Darüber kommt es dann zur Abstimmung.

Zu unserer Petition, die von Gerhard Pfeiffer vor dem Ausschuss erläutert und Zusatzfragen beantwortet wurde, hat die sozialdemokratische Fraktion und die Freiheitlichen je einen Antrag eingebracht, der jeweils abgelehnt wurde.

Die beiden Anträge der Abgeordneten SCHWARZ (ÖVP) im Sinne der Petition hingegen wurden einstimmig angenommen.

Das bedeutet, dass der Vizebürgermeisterin als Stadträtin für Stadtplanung empfohlen wird, den Flächenwidmungsplan 8247 (Heuligenstadt) solange auszusetzen, bis Klarheit über die endliche Gestaltung des „Stadtquartier Muthgasse“ gegeben ist.

Ein voller Erfolg unserer Bürgerinitiative und Petition an den Wiener Gemeinderat.

Berichterstatterin: GRin Mag.a Birgit Jischa
Post Nr. 3
AZ 250708-2020-GSK; MA 65
Rettet Heiligenstadt vor massiver Verbauung


Antrag GRin Mag.a Birgit Jischa (SPÖ):
Der Gemeinderatsausschuss für Petitionen und BürgerInneninitiativen möge beschließen, die
Empfehlung an die zuständige amtsführende Stadträtin für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz,
Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung Birgit Hebein auszusprechen, unter Berücksichtigung der im
Rahmen der öffentlichen Auflage eingegangenen Stellungnahmen eine sensible Entwicklung besonders
im Hinblick auf den historischen Siedlungscharakter nördlich des Plangebiets sicherzustellen.

(mit Stimmenmehrheit abgelehnt)
Antrag GR Michael Eischer (FPÖ):
Der Gemeinderatsausschuss für Petitionen und BürgerInneninitiativen möge beschließen, die
Empfehlung an die zuständige amtsführende Stadträtin für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz,
Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung Birgit Hebein auszusprechen, dass die zuständigen
Magistratsabteilungen auf Grund der neuen Herausforderungen in Zusammenarbeit mit dem Bezirk
Döbling einen neuen Planentwurf 8247 erstellen sollen.
(mit Stimmenmehrheit abgelehnt)
Antrag GRin Sabine Schwarz (ÖVP):
Der Gemeinderatsausschuss für Petitionen und BürgerInneninitiativen möge beschließen, die
Empfehlung an die zuständige amtsführende Stadträtin für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz,
Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung Birgit Hebein auszusprechen, den im Verfahren
befindlichen Flächenwidmungsplan 8247 einem Moratorium bis zur Klärung von neuen Entwicklungen im
„Stadtquartier Muthgasse“ genannten Gebiet zu unterziehen.
(einstimmig angenommen)
Antrag GRin Sabine Schwarz (ÖVP):
Der Gemeinderatsausschuss für Petitionen und BürgerInneninitiativen möge beschließen, die Petition in
Behandlung zu lassen um die nächsten Entwicklungen des Planentwurfes abzuwarten.
(einstimmig angenommen)

Unsere Petition war erfolgreich

Ein echter erster Erfolg unserer Petition gegen die massive Verbauung von Heiligenstadt:

Der Gemeinderatsausschuss hat der amtsführenden Stadträtin einstimmig empfohlen, den Flächenwidmungsplan 8247 auszusetzen.

Ein herzliches „Danke schön“ an alle, die mitgeholfen und mitgearbeitet haben.Auch an alle Fraktionen, die sich dem erklärten Anliegen von Bezirksvorsteher RESCH, der Ortsbildpflege und dem Grünschutz, angeschlossen haben und in der Bezirksvertretung einstimmig dafür votiert haben.

Noch ist nicht alles Hundertprozentig. Wir bleiben daher aufmerksam am Ball. Unterstützen Sie uns weiterhin denn: „Bürger ist, wer sich um seine Sache kümmert“

Sehen Sie sich bitte auch unsere facebook Seite an:

https://www.facebook.com/RettetHeiligenstadt

Tagung des Petitionsausschusses

Am 10.September ist es soweit. Auf der Tagesordnung des Petitionsausschusses des Wiener Gemeinderates steht unser Anliegen: „Rettet Heiligenstadt“ !

Als Initiator der Online Petition bin ich eingeladen, unsere Vorstellungen zur weiteren Vorgangsweise bei der Flächenwidmung 8247 vor dem Ausschuss vorzutragen, eventuelle Unklarheiten aufzuklären oder Fragen zu beantworten.

Am Beginn werde ich unsere Meinung zum gegenständlichen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan vorzutragen haben. Dann werden die Mitglieder des Ausschusses  Anträge dazu stellen, beraten und darüber abstimmen.

Und darum geht’s jetzt in diesem Schreiben.

Um alle Meinungen unserer Unterstützer, und dazu gehören Sie dankenswerterweise, zu sammeln und gegebenenfalls vorzubringen, ersuche ich Sie, mir Ihre Meinung dazu per E-Mail schriftlich zukommen zu lassen. Mir sind Ihre Anregungen wichtig, denn gemeinsam haben wir ja doch eine umfangreichere Sicht der Dinge.

Sollten wir zu dem Entschluss kommen, dass durch zusätzliche Maßnahmen ein persönliches Engagement, zum Beispiel eine Demo oder ähnliches, notwendig sein werde, bitte ich Sie mir mitzuteilen, ob Sie bereit wären dabei mitzutun.

Vielen Dank im Voraus. Ich melde mich spätestens nach dem Ausschuss und dem Ergebnis wieder bei Ihnen.

Beste Grüße

Gerhard Pfeiffer

DER ERSTE RÜCKSCHLAG

Bild: Stadtquartier Muthgasse, 2.000 Wohnungen, 10.000 Arbeitsplätze aber keine Volksschule. Das nennt sich Stadtplanung?

Nach Unterschriften von 1.000 Unterstützern während der ersten Coronawochen, nach Anträgen im Bezirksparlament für einen Schulbau im neuen Stadtquartier Muthgasse und nach einer einstimmigen Ablehnung des Flächenwidmungsplans durch die Bezirksfraktionen gegen eine massive Verbauung von Heiligenstadt.

Nunmehr ein erster Rückschlag.Wie heute bekannt wurde, hat Stadtrat Czernohorszky auf die Anträge von ÖVP und NEOS im Bezirksparlament zur Errichtung einer Volksschule in der Muthgasse mit einem negativen Bescheid geantwortet.Im geplanten Stadtquartier Muthgasse mit 2.000 Wohnungen und 5.000 neuen Einwohnern, sowie 10.000 Arbeitsplätzen will die Stadt Wien aus Sparsamkeitsgründen keine Schule für die Kleinsten errichten. Sparsamkeit, wo durch abstruse Projekte in Millionenhöhe Steuergeld verschleudert wird. Popup-Straßen, Begegnungszonen, Nebelduschen und ein Unzahl anderer Merkwürdigkeiten.

Volksschulkinder aber sollen ihren Schulweg über drei Hochverkehrsstraßen, nämlich Gunoldstraße, Muthgasse und Heiligenstädterstraße zurücklegen. Bis zur Schule in der Grinzingerstraße, deren 12 auf 21 Klassen aufgestockt werden müssen. Mit einem für die Gegend überdimensioniertem Schulbau, der den Kindern die Gartenanlage und den Sportplatz raubt. Der für die anliegende Kleingartenanlage die Aussicht auf den Park verstellt und den Anrainern noch mehr Verkehr bringt.

Diese Uneinsichtigkeit wird uns aber nicht entmutigen. Fast 1.000 Unterstützer unserer Petition und auch wir werden nicht einfach aufgeben. Am 10. September ist es soweit. Da findet das Hearing vor dem Gemeinderatsausschuss statt. Dort wird unser Anliegen erneut vertreten, nämlich: Neuer Flächenwidmungsplan mit richtigen Grundlagen für richtige Entscheidungen.

Und dann kommt am 11.Oktober die Wiener Wahl. Wenn wir mit unserem Anliegen wiederum scheitern sollten, dann ist das der Zeitpunkt, dass auch jene scheitern, die glauben an unseren Interessen vorbei regieren zu können. Aus reiner Machtvollkommenheit. Da werden eben jene Menschen vor Ort auch IHRE Entscheidung treffen.

Erste Sitzung Petitionsausschuss

Am Mi., 3.6.2020 hat die erste Sitzung des Gemeinderatsausschusses für Petitionen, in der auch unsere erstmals behandelt wurde, stattgefunden und hat diese in Arbeit genommen, das heißt beschäftigt sich in weiterer Folge damit.


Dazu wurden Stellungnahmen der Stadträte für Bildung und für Stadtentwicklung sowie des Bezirksvorstehers beschlossen. Drei Anträge der VP GR Sabine Schwarz, nämlich auch Stellungnahmen des Elternvereines, der Bildungsdirektion und der Direktorin der Schule Grinzingerstrasse, wurden seitens der Rot/Grünen Mehrheit im Ausschuss nicht angenommen.


Das ist doch ein seltsamer Affront, die Hauptbetroffenen nicht zu Wort kommen zu lassen und ausschließlich die „politisch Zuverlässigen“, sprich Stadträte, um ihre sowieso vorhersehbare Stellungnahme zu ersuchen. Die Bezirksvorstehung konnte man halt nicht umgehen, obwohl deren Meinung sicherlich unliebsam ist.
Darauf muss man schon im Vorfeld energisch aufmerksam machen, denn so ein handwerklich und sachlich unzureichender Flächenwidmungsplan, der ausschließlich der Vertuschung des politischen und raumplanerischen Fehlers, nämlich im „Stadtquartier Muthgasse“ mit 5.000 neuen Einwohnern, keine Schule vorzusehen, ist schon bezeichnend für die Qualität der derzeitigen Stadtplanung, die nur zulasten aller Betroffenen geht.


Voraus gegangen ist die Sitzung der Döblinger Bezirksvertretung am Do.,28.5.2020, in der die VP gemeinsam mit den NEOS einen Antrag zur Prüfung der Errichtung einer Schule im Stadtquartier eingebracht hat und die NEOS auch noch einen Resolutionsantrag ähnlichen Themas. Diese beiden Anträge wurden von VP, FP und NEOS zustimmend angenommen, Rot/Grün im Bezirksparlament waren dagegen. 
Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Die sich selbst als besonders sozial und kinderlieb einschätzenden Fraktionen sind gegen eine Schule für Volksschüler, und muten diesen eher einen 2 km Schulweg, Überquerung von Hauptverkehrsstraßen wie Gunoldstraße und Heiligenstädterstraße, oder den sowieso heillos überfüllten Bus 38A, ebenfalls fußläufig noch ein gutes Stück entfernt, zu. 


Die massive zusätzliche Verbauung der traditionsreichen Kulturlandschaft von Heiligenstadt und der Natur in diesem Bereich ist auch ein zusätzlicher Anstoß, der fast 1.000 Unterstützer der Resolution bewogen hat, dagegen aufzutreten. Und das sogar in der schlimmsten von Ausgeheinschränkungen betroffenen Coronazeit.
Wir werden die Vorgangsweise, sollte es weiter beim Drüberfahren bleiben, sicher nicht einfach abnicken. Entsprechende Aktionen sind schon in Vorbereitung.


Abschließend noch vielen Dank an alle, die mit Ihrer Unterschrift beigetragen haben, dass dieses Thema nicht einfach unter den Tisch gekehrt und einer der schönsten Freiräume unseres Heiligenstadts einfach mir nix dir nix verbaut wird

Als Bürgerinitiative „Rettet Heiligenstadt“ sind wir dankbar und hoffen auch weiterhin auf Ihre Unterstützung. Melden Sie sich bitte für unseren NEWS Letter an: ANMELDEN

Gerhard Pfeiffer

Bauen zulasten der Menschen

Flächenwidmungs- und Bebauungsplan 8247, Kat. G. Heiligenstadt

von Bez.Rat Johanna KRATZER, Vorsitzende des Bezirksbauausschusses.

Hier wird der politische Wille der Stadt Wien auf dem Rücken von Schülern und deren Eltern ausgetragen. 

Durch den Schulneubau und die neu errichtenden Wohnhäuser (A1 Grundstück) werden zusätzliche Verkehrsteilnehmer in den Straßenverkehr (Fußgänger, Radfahrer, Busfahrer) eingreifen. Die Erhöhung der Schulklassen von 12 auf 21 ist erheblich und bringt etwa 75 % mehr Schüler, die fast alle zur gleichen Zeit unterwegs sein werden. 

Das heißt der Zu- und Abholdienst von Schulkindern wird verstärkt stattfinden. Für eine derartige Fluktuation ist weder die Grinzinger Straße noch die Umgebung geeignet. Dies könnte zu gefährlichen Situationen führen. Kinder werden in unserer ach so sozialen Stadt in Stresssituationen gebracht, die vom psychologischen Standpunkt, sicher nicht wünschenswert sind. Der Hotspot ist dort vorhersehbar. 

Zusätzlich werden die bisher zur Verfügung stehenden Grünräume erheblich beschnitten. Die Kinder haben weniger Möglichkeit, sich zu erholen, auszutauschen, zu spielen und ganz einfach Kinder zu sein. 

Die Grünräume, die bisher den Klimaausgleich schaffen, werden minimiert und dafür Betonbauten mit Gebäudeerhöhung hingestellt (ob Wohnräume, oder Schule) zusätzlich werden die Wege versiegelt. Die bisher vorhandene Fauna und Flora radikal beschnitten, aus dem Gleichgewicht gebracht, dadurch wird eine Mehrbelastung des Klimas stattfinden und eine erhebliche Erhitzung der Umgebung herbeigeführt. Das ist eine Verschlechterung der Lebensbedingungen, -qualität und – -umstände. Für heranwachsende Menschen ist eine derartige Situation nicht wünschens- und auch vom gesundheitlichen Standpunkt nicht empfehlenswert. 

Der Garten für die Schulkinder wird verkleinert und zu einem Hof, umringt von Beton, eher zu einem Gefängnis als zu einem Auslauf nach den Schulstunden degradiert. 

Wollen wir Eltern, das, unseren Kindern antun? 

Wohnungen werden dort sicher um teures Geld verkauft, die Lebensqualität ist an der hochfrequentierten Straße aber sicher nicht gegeben. Wir haben im Bezirk bereits mehrere „Ruinen“ die durch Spekulation und Raffsucht entstanden sind. Eine befindet sich nicht weit, auch dort musste eine Flächenwidmung her, wurde gegen den Bezirkswillen durchgeboxt. …und jetzt? Wird dort alles verfallen? Käufer finden sich anscheinend nicht. Wozu dann der ganze Aufwand? Es bleiben grausliche Gebilde, die als Häuser bezeichnet und ungeliebt die Gegend verschandeln. 

Wollen wir, durch die Stadtregierung gezwungen, so weitermachen? 

Durch die neue Flächenwidmung wird auch der Sportplatz NAC beschnitten. Es wird über kurz oder lang auch dort Bautätigkeit beginnen. Der Sportplatz wird kleiner, weniger Sonne, darunter werden auch die Kleingärtner leiden. Der unmittelbar angrenzende Restbestand ehemaliger Teiche ist immer noch der Laichplatz einer dort noch vorkommenden seltenen Krötenart, die durch den Verbau ihrer Wanderungswege, endgültig vom Aussterben bedroht ist. 

Es gibt so viele Menschen, die angeblich biologisch, nachhaltig und grün Denken. Wollen wir den Lebensraum der letzten ursprünglichen Bewohner dieser Gegend für Verbauten opfern? Gleichzeitig verschwindet auch, die letzte typische Geländestufe, vom ehemaligen Ufer des Dilluvialmeeres (andere Städte würden sich über solche Reste freuen) und diese Dinge eher als Besonderheit sichtbar machen. Hier wird aber darauf keine Rücksicht genommen. 

Die Zielsetzung von STEP 25 ist: Wohnbau von außen nach innen. Das heißt, es verschwinden zwischen den Häusern sukzessive die Grünflächen, und die Bautätigkeit wird alles Mögliche dort entstehen lassen. Angeblich zum Wohle der Bürger. 

Gerade in diesen Zeiten einer Krise (Corona) ist es so wichtig, diese grüne Lunge im Nahbereich zu haben. Sonst wird es bei uns wie gestern am Wilhelminenberg, wo Menschenmassen dann auseinandergetrieben werden, da die Ansteckungsgefahr groß ist. In Zukunft müssen dann die Döblinger sowie andere Bewohner von Randbezirken, denen es ähnlich geht, mit Zug und Bus ins Umland pilgern, weil hier alles zerstört wurde. Gut gemacht Stadtregierung. Auf die Bezirke kommen dann Kosten für gesteigerte Intervallführungen, Straßenerhaltung, Schneeräumung hinzu. Mit den anfallenden Kosten könnte der Bezirk in anderen Bereichen viel Gutes tun. 

Ich denke, wir müssen uns mit allen Möglichkeiten gegen diese Flächenwidmung auftreten. 

Anliegend ….. 

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